Max-Planck Institut für demografische Forschung: Wenig Rente, kürzeres Leben

Wer eine kleine Rente bekommt, stirbt im Schnitt fünf Jahre früher als sehr gut situierte Rentner, wie Beamte beispielsweise. Es ist so eine Frage von Leben und Tod. Polemisch kann man zusammenfassen, dass das Renten- und Steuerssystem in Deutschland das Leben verkürzt.

In der allgemeinen Selbst-Optimierungs- und Verbotshysterie wird lieber über Tabak, Zucker, Feinstaub&Co als Lebensverkürzer diskutiert und individualisiert, als auf den tatsächlichen Faktor geblickt: Soziale Gerechtigkeit, wo der Staat durch zu hohe Steuern den Armen zu viel nimmt und sie in schäbige Wohnungsmiseren mit ineefizienten, aber teuren Gesundheitssystemen entlässt.

Fakt ist: Die Lebenserwartung von Arm und Reich klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Das lässt sich besonders deutlich an den erworbenen Rentenpunkten und der Lebenserwartung älterer Männer zeigen. So hatten 65-Jährige mit sehr hohen Altersbezügen im Jahr 2005 eine durchschnittliche verbleibende Lebenserwartung von knapp 19 Jahren. Das unterste Einkommens-Fünftel dagegen erreichte den 80. Geburtstag in der Regel nicht mehr.

Ihnen verblieben nach dem 65. Geburtstag im Durchschnitt nur mehr knapp 15 Jahre – also vier Jahre weniger. Bis zum Jahr 2016 vergrößerte sich dieser Unterschied weiter auf über fünf Jahre, während er 1997 noch bei ungefähr drei Jahren gelegen hatte.

 

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