Banken müssen Unternehmen werden.

Damit ist nicht die gefühlte und meist sehr reale Bräsigkeit von Banken gegenüber Kunden gemeint; diese ist ärgerlich, aber Resultat eines strukturellen Problems auf der Ebene der Wertschöpfung und der eigenen Geschäftsgrundlage.

Grundsätzlich ist es so, dass Banken keinen Umsatz erwirtschaften, sondern “Margen”. Dies hat zur allgemein bekannten Folge, dass Banken von der sogenannten Umsatzsteuer weitgehend befreit sind, eben weil sie keinen Umsatz erwirtschaften.

Sie bieten kaum Leistungen an, die im Sinne des Umsatzsteuergesetz Leistungen darstellen. Jahrtausende hat das Bankgeschäft im Kern auf Transaktion und der Differenz zwischen Soll- und Haben-Zins (Kredit etc.) basiert.

Diese grundlegende Geschäftsbasis wird aber den Banken mit Eiltempo durch Blockchain und die Digitalisierung (Stichwort: Plattformökonomie) allgemein entzogen, die die Kosten für Transaktion nahe Null und perspektivisch auf tatsächlich Null setzen wird, meint, die Gesamtwirtschaft wird diese wesentlich billigere Transaktionsgebühr sich selber finanzieren, statt wie heute sich teurer Konten, Kredite und Transaktionen zu bedienen.

Die Digitalisierung erfasst auch das Kreditgeschäft und Geld ist zudem genug in der Wirtschaft, das aber kaum den Weg in die Unternehmen und Konsumenten findet. Der Intermediär blockiert hier mehr, als er ermöglicht, da er ein Eigeninteresse hat. Durch Blockchain und Digitalsierung ist seine Notwendigkeit aber nicht mehr gegeben.

Alle Bankgeschäfte, die heute auf Transaktion und der Differenz zwischen Soll- und Haben-Zins basieren, werden durch die Digitalisierung bedrängt, in ihrer Grundlage erschüttert, sind nicht nachhaltig und stehen vor ihrem Aus.

Banken müssen daher Dienstleister , Unternehmer werden, sprich Leistungen und Produkte anbieten, die Umsätze im Sinne des Umsatzsteuergesetz generieren. Also Leistugen und Produkte, die der Markt will, braucht und wünscht.

Mit anderen Worten, Banken müssen sich sowohl neu erfinden als auch einer ihrer ursprünglichen Rollen, die sie aber stets sehr rudimentär, weil risikobehaftet, wahrgenommen haben: Die des Investors – nicht Kreditgebers! – in reale Unternehmen, in Start-ups, wo die Bank als Geselllschafter oder Aktionär an Verlust und Gewinn direkt beteiligt ist.

Banken müssen wieder Unternehmer werden und sich wie Unternehmen verhalten und diesen Regeln unterworfen sein: Dazu gehört, dass man Umsatzsteuer zahlt und ja, auch Pleite gehen kann und der Staat, sprich der Bürger, nicht die letzte Instanz darstellt, die dann real haftet.

Banken müssen Unternehmen werden, die selber gründen bzw. sich an Unternehmen mit dem Ziel beteiligen, tatsächliche Umsätze zu erwirtschaften und schließlich selber Leistungen anbieten, die Umsätze und keine “Margen” erwirtschaften.

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